Messkirch
Happyend für Strubbeltatz

Seit Anfang des Jahres hatten die 46 Kinder der Musik-AG an der Rohrdorfer Grundschule unter Leitung von Inge Stengele für diesen Nachmittag geprobt. Am Freitag, im Rahmen des Schulfestes, war es dann so weit. In der voll besetzten Benzenburghalle führten sie das Kindermusical "Strubbeltatz" auf.

Die Geschichte des gewöhnlichen Straßenkaters Strubbeltatz, gespielt von Felix Mutschler, und der liebreizenden Prinzessin Schneepfötchen (Anika Kokles) berührte nicht nur das Katzenvolk auf der Bühne. Auch im Saal hoffte man mit dem bunt gemischten Völkchen aus schwarzen, weißen und getigerten Katzen, verführerischen Katzendamen, eleganten, pfiffigen, verspielten und sportlichen Tieren, auf ein glückliches Ende für Strubbeltatz und Schneepfötchen.

Doch zunächst musste er sich gegen drei Mitbewerber mit so klingenden Namen wie Heini von der Schmalzlocke, Strunzi von Katzenstolz und Schmatz von Mausefang (Ann-Kathrin Maier, Tim Pansow und Kassandra Enderle) durchsetzen. Auch sie kämpften um das Herz von Schneepfötchen. Und da auch die Welt der Katzen nicht vor Intrigen gefeit ist, mussten erst einmal einige Hürden überwunden werden. Der anhaltende Applaus für die Leistung der Kinder war mehr als verdient. Herrlich, wie Johanna Riester als "gestelzter" Oberhofrat Graf von Katzbuckel ihre Rolle spielte, wie Anika Kokles ihrer Prinzessinnenrolle gerecht wurde und mit welchem Ernst Felix Mutschler die Hauptrolle beherrschte.

Herzerfrischend spielten alle Kinder ihre Rollen, König (Volker Bücheler), Königin (Ann-Katrin Pansow) und das ganze Katzenvolk. Immer wieder gab es Beifall für die tanzenden, singenden und musizierenden "Kätzchen". Hervorragend klappte die Synchronarbeit. Während die Hauptdarsteller in der Mitte der Bühne agierten, übernahmen an Mikrophonen am Bühnenrand Sprecher und Sänger diesen Part.

Arbeiten der Schüler schmückten zusätzlich die Halle. Passend zum Thema hatten sie Katzen und Mäuse genäht, gemalt und Collagen gefertigt, die als Kulisse für das Stück dienten und gaben so auch Einblick in ihre übrige Kreativität. Zu Beginn der Aufführung hatte Rektor Norbert Vogler die Besucher begrüßt, darunter auch Bürgermeister Arne Zwick, der sich freute, Zeit gefunden zu haben, nach Rohrdorf zu kommen. In diesem Zusammenhang bat Zwick Schüler, Lehrer und Eltern um Verständnis für Behinderungen, die im Zusammenhang mit der derzeit laufenden Sanierung der Schule auftreten würden.

Viel Lob gab es für Inge Stengele. Ihr dankte Elternbeiratsvorsitzende Christa Jäger. Blumen und ein dickes Dankeschön gab es an alle am Projekt beteiligten Lehrer von Petra Motzer vom Elternbeirat - insbesondere für Martina Hayn, Sylvia Methfessel und Anemarie Wolf.

Gudrun Beicht (SÜDKURIER)