Schuljahr 01/02

SÜDKURIER
Kleine Leute von Swabedo ganz groß


Grundschule Rohrdorf feierte Fest mit vielen Gästen - Auftritte mit viel Beifall bedacht

Der Eingangsbereich der Benzenburghalle war fast versperrt durch ein Schild. Irgendwie erinnert es an ein Ortsschild. Nur steht da nicht Rohrdorf in dicken, dunklen Lettern - ein fremdländisch klingender, fast unaussprechbarer Name ist auf die Blechtafel gemalt: Swabedo. Und dahinter, aufgereiht wie am Schnürchen, ein Menge kleiner Leute, die Grundschüler von Rohrdorf, sie sind die kleinen Leute von Swabedo. Rohrdorf - Am Freitagnachmittag hatten sie ihr Schulfest angesetzt und ihren sechsten Auftritt der Grundschule einstudiert, wie Schulleiter Norbert Vogler in seiner Begrüßung darstellt - ein großes Ereignis, jeweils zum Abschluss des Schuljahres. Er begrüßt die beiden Ortsvorsteher von Heudorf und Rohrdorf, Ernst Muffler und Hubert Frick, Pfarrer Frank Heck aus Meßkirch und die Leiterin des Kindergartens, Roswitha Frey, ebenso Elternbeiratsvorsitzende Monika Sieger. Diese hätte den Bürgermeisterkandidat Ingo Penzina vor dem Rathaus angetroffen und gleich samt Gattin und Kinder zum Schulfest mitgenommen - diese Mitteilung Voglers war den Rohrdorfern ein Sonderapplaus wert.

Und die Benzenburghalle, voll mit Eltern, Freunden und Verwandten lauschte der Geschichte eines Dorfes, dessen Bewohner sehr glücklich sind. Die Bühne der Halle war der Dorfplatz. Viele wunderschöne Häuser haben die "Swabedoodahs" - das sind die Bewohner - und einen dicken Zaun drumherum. Und vor dem Dorf, in einer dunklen Höhle, wohnt ein Kobold.

Sieben Lieder hat die Lehrerin Inge Stengele in dieses Märchen eines unbekannten Verfassers eingearbeitet und sie unterstützte die Gesangsinterpreten kräftig mit ihrem Clavinona. Annemarie Wolf griff in die Saiten ihrer Gitarre, als Selina und Sabine von ihren Steinen schwärmen. Denn in diesem zufriedenen Swabedo-Dorf brachte Jochen, grün wie Gift und Galle im Gesicht, die kleinen Leute mit ihren Pelzchen gegeneinander auf. Diese Geschenke waren Zeichen der gegenseitigen Hochachtung und sollten nach Willen des Kobold gegen die Steine ausgetauscht werden. Das 25-köpfige, starke Blockflötenorchester der Musik-Arbeitsgemeinschaft leistete den kleinen Leuten bei ihren Bemühungen ordentlich Beistand. Sie brachten hinterher ihre Fellchen in das Publikum. Jeder bekam eines geschenkt.

Der Schulleiter hatte eine besondere Überraschung in seinem Dank parat, da hatte doch heute noch eine kleine Swabedoodah Geburtstag. Aileen bekam ein besonderes Ständchen gesungen.

Anschließend trafen sich alle im grünen Garten der Schule zum Schmausen und Festen, ein Tanz und die Raupe Nimmmersatt - auf englisch "The very hungry caterpillar"- aufgeführt von der Klasse vier, runden den Nachmittag ab. Im Foyer waren Klassenarbeiten und Kollagen ausgestellt, die die Schüler im Lauf des Jahres angefertigt hatten, ein Flohmarkt brachte noch ein paar Scheine in die Kasse, denn die Gäste nahmen gerne etwas von den schönen Dingen als Erinnerung mit nach Hause.

     
SÜDKURIER 22.07.02